Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) anerkennt spirituelles Wohlbefinden neben der physischen, psychischen und sozialen als gleichwertige Dimension von Gesundheit. Aus diesem erweiterten Gesundheitsverständnis leiten sich Empfehlungen für den systematischen Einbezug von spirituellen Aspekten in die Behandlung und Betreuung ab. Spiritual Care ist ein Teilaspekt einer guten Gesundheitsversorgung im Allgemeinen und der Palliativversorgung im Besonderen.
Ausgangspunkt für die vorliegenden Empfehlungen sind die Schweizerischen Nationalen Leitlinien Palliative Care mit dem vierdimensionalen Verständnis von Palliative Care. Sie werden als Handlungsfelder für Spiritual Care im Kontext der Langzeitpflege aufgegriffen und umfassen:
1) Symptome erfassen, behandeln und lindern
2) Die letzte Lebensphase gestalten
3) Bei der Entscheidungsfindung unterstützen und vorausplanen
4) Netzwerk bilden und koordinieren
5) Die Angehörigen unterstützen
6) Während der Trauerphase begleiten
Das Impulspapier von palliative.ch gibt klare Handlungsempfehlungen zu diesen Themen. Denn die Berücksichtigung von Spiritualität/Religiosität verbessert sowohl die Lebensqualität als auch die Betreuungsqualität von Patientinnen und Patienten, beziehungsweise Bewohnerinnen und Bewohnern einer Langzeitinstitution. Und sie hat einen Einfluss auf die Mitarbeiterzufriedenheit und die «Kultur» in einer Pflegeinstitution.
Das Dokument «Impulse für Spiritual Care in der Langzeitpflege» finden Sie hier als pdf >