Vortragszyklus «Sterben heute»: Was man wissen sollte
Wir sprechen wenig über den Tod, verdrängen ihn – und die moderne Spitzenmedizin behandelt ihn oft wie einen Feind, den man bis zuletzt bekämpfen muss. Die Folge: Wenn es ernst wird, sind Betroffene und Angehörige häufig schlecht informiert und überfordert. Dabei werden die Herausforderungen in den nächsten Jahren noch grösser: In etwa 20 Jahren wird es in der Schweiz voraussichtlich doppelt so viele alte Menschen geben wie heute, während Pflegeplätze und Pflegepersonal knapp bleiben, beziehungsweise fehlen werden. Umso wichtiger ist es, sich rechtzeitig mit Fragen rund ums Sterben zu beschäftigen. Der Vortragszyklus «Sterben heute – Was man wissen sollte» möchte genau hier Orientierung bieten.
In fünf Abenden erfahren Interessierte verständlich und praxisnah:
- welche Entscheidungen am Lebensende auf sie und ihre Angehörigen zukommen können
- wie man mit Ärztinnen und Ärzten über Behandlung, Begrenzung und Verzicht sprechen kann
- was Palliative Care leistet – und wo die Grenzen der kurativen Medizin liegen
- was man zu Sterbefasten und assistiertem Suizid wissen muss
- wie man mit einer Patientenverfügung «plus» und guter Vorbereitung perönliche Wünsche festhält
- wie Glaube, Werte und persönliche Überzeugungen in diese Entscheidungen einfliessen können
Dieser Vortragszyklus findet an fünf Abenden statt und zwar im Alterszentrum Hottingen, Freiestrasse 71, Zürich.
Mittwoch, 2. September 2026, 19.00 Uhr
Selbstbestimmtes Sterben als neues Paradigma
Referent: Dr. med. Roland Kunz
Mittwoch, 9. September 2026, 19.00 Uhr
Freiwilliger Verzicht auf Nahrung und Flüssigkeit (Sterbefasten)
Referentin: Fabienne Walder
Mittwoch, 16. September 2026, 19.00 Uhr
Assistierter Suizid
Referent: Paul-David Borter
Mittwoch, 23. September 2026, 19.00 Uhr
Sterben in palliativer Begleitung
Referentin: Sabine Millius, MAS
Mittwoch, 30. September 2026, 19.00 Uhr
«Sterben ist gesund!» Zur Entpathologisierung des Sterbens
Referent: Dr. Heinz Rüegger
Alle sind willkommen – es braucht kein spezielles Vorwissen, nur die Bereitschaft, sich einem Thema zu stellen, das uns alle betrifft. Der Eintritt ist frei (Kollekte am Ausgang), eine Anmeldung ist nicht nötig.
Die Organisatoren sind das Institut Neumünster und die Beratungsstelle Endegut, Vorsorge für das Lebensende». Co‑Veranstalter und Mitunterstützer sind palliative zh+sh und Pro Senectute Kanton Zürich, finanziell gefördert von der Zürcher Kantonalbank .