KSW stärkt Palliative Care dank Mietflächen am Lindberg
KSW und Infracore SA, die Eigentümerin der Liegenschaft am Lindberg, haben einen langfristigen Mietvertrag unterzeichnet. Das KSW mietet die Flächen, die nach dem Wegzug der Privatklinik Lindberg frei werden. Anfang 2027 werden dort die Palliative Care und die Akutgeriatrie des KSW einziehen. Das KSW reagiert damit auf den steigenden Bedarf an stationären Behandlungsangeboten für ältere, oft multimorbide sowie schwerkranke Menschen. Auf dem bestehenden KSW-Areal fehlen dafür die nötigen Flächen; die Palliativabteilung ist seit Längerem in einem Provisorium untergebracht. «Der Standort Lindberg ist ein wichtiger Schritt in der Weiterentwicklung des KSW», sagt CEO Guido Speck: «Bestehende Flächen zu mieten hat für uns zudem den grossen Vorteil der schnelleren Verfügbarkeit und eines geringeren Investitionsbedarfs als bei einem Neubau.»
Mehr Raum für eine wachsende Aufgabe
Am Lindberg erhalten die beiden Bereiche eine moderne und patientennahe Infrastruktur. Der Standort vereint mehrere Vorteile: Er liegt in unmittelbarer Nähe zum KSW, verfügt über eine etablierte Spitalinfrastruktur und bietet grosse, flexibel nutzbare Flächen. Für Patientinnen und Patienten der Palliative Care ergeben sich gegenüber dem aktuellen Gebäude spürbare Verbesserungen, etwa durch grosszügigere Zimmer. Durch klar definierte Prozesse und strukturierte Zusammenarbeit stellt das KSW sicher, dass am Standort Lindberg hochstehende, interdisziplinär abgestützte Medizin gewährleistet bleibt; bei Bedarf können jederzeit Spezialistinnen und Spezialisten vom Campus hinzugezogen werden, um die Behandlung zu unterstützen.
Das KSW gehört zu den führenden Zentren für Altersmedizin in der Schweiz. Es verfügt über eine breit abgestützte, interdisziplinäre Expertise in der Behandlung älterer Menschen. Als zertifiziertes Alterstraumazentrum steht es für eine kompetente, ganzheitliche, interdisziplinäre und interprofessionelle Versorgung im Alter. Seit 2024 hat das KSW die Bettenzahl in der Akutgeriatrie schrittweise erhöht. CEO Guido Speck ergänzt: «Am Lindberg schaffen wir die Grundlage, um in der Altersmedizin das zu leisten, was wir uns vorgenommen haben – eine Versorgung, die medizinisch und menschlich stimmt.»
Detailplanung gestartet
Nach der Vertragsunterzeichnung beginnt nun die Detailplanung. Ab Anfang 2027 sollen Patientinnen und Patienten am neuen Standort behandelt werden. Neben den baulichen Anpassungen, die im Sommer starten, liegt der Fokus auf den klinischen und betrieblichen Prozessen, um von Beginn an effiziente, klar strukturierte Abläufe sicherzustellen. Parallel dazu wird die logistische Anbindung aufgebaut. Der neue Standort wird vollständig in den KSW-Betrieb integriert: Die Materialversorgung und die Apotheke werden vom Hauptcampus aus gesteuert. Dies gewährleistet eine effiziente Versorgung; infrastrukturell ist der Standort klar eingebunden. Auch ein Bistro und ein Personalrestaurant wird es geben, die beide vom Campus aus betrieben werden. Ausserdem erhalten die Lernenden der Privatklinik Lindberg die Möglichkeit, ihre Ausbildung am KSW fortzusetzen. Dies haben das KSW und SMN, die Betreiberin der Klinik Lindberg, so vereinbart. Auf diese Weise können die jungen Berufsleute weiterhin in Winterthur arbeiten.