Medienschau Februar 2026
Nach Standortwechsel und Einsprachen steht nun fest, wo das erste Erwachsenenhospiz des Kantons Bern eröffnet wird – mitten in der Bundesstadt nämlich. Mit seinen neun Zimmern soll es dazu beitragen, ab diesem Sommer eine Lücke im Versorgungsangebot zu schliessen. Der kantonale Bedarf wird weiterhin auf rund 50 Hospizplätze für Erwachsene geschätzt, die idealerweise über alle Berner Regionen verteilt sein sollten.
Die neue Einrichtung ist eines von fünf geplanten Hospizprojekten für Erwachsene im Kanton, neben dem Hospiz BielBienne (Region Bern-Bienne), Hopespiz (Region Berner Oberland), Nangijala (Region Schwarzenburg) und La Passerelle (Region Berner Jura). Aufgrund einer vom Grossen Rat angenommenen Motion war der Regierungsrat aufgefordert worden, die Einrichtung von Hospiz-Pilotprojekten zu ermöglichen. Im Sommer 2024 hatte der Regierungsrat angekündigt, dass das Hospiz in Bern ein solches Pilotprojekt durchführen würde.
Ursprünglich war als Standort das ehemalige Alters- und Pflegeheim Mon Soleil an der Zähringerstrasse 3 im Berner Länggassquartier vorgesehen. Nun wird die Hospizstiftung Mon Soleil Bern doch im Gebäude der Oranienburg an der Schänzlistrasse 15 im Altenbergquartier angesiedelt. Die Umbauarbeiten am ursprünglich geplanten Standort hätten sich aufgrund von drei Einsprachen verzögert. Der nun gewählte Standort bietet den Patienten und ihren Angehörigen einen angrenzenden Garten sowie Aufenthalts- und Gemeinschaftsräume.
«Berns erstes stationäres Hospiz wird im Sommer 2026 eröffnet». Medinside. 5.2.2026
Seit Anfang dieses Jahres ist das Kinderhospiz Flamingo in Fällanden in Betrieb. Nun fordert das Stadtzürcher Parlament die Einrichtung eines eigenen Kinderhospizes. FDP-Gemeinderatsmitglieder hatten ein entsprechendes Postulat eingereicht. Es gebe einen anerkannten Bedarf für solche Einrichtungen, sagte Thomas Hofstetter (FDP). Und die Stadt Zürich bringe ideale Voraussetzungen mit.
Der Gemeinderat zeigte sich für einmal sehr einig. Das Postulat wurde direkt überwiesen, weil die SVP ihren Ablehnungsantrag zurückgezogen hatte. Der Stadtrat muss nun prüfen, ob ein Kinderhospiz im Rahmen der städtischen Gesundheitsversorgung eingerichtet werden könnte.
Gemäss einer Studie gibt es in der Schweiz rund 5000 Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre, die unheilbar krank sind und palliative Pflege brauchen. Neben dem Flamingo in Fällanden gibt es in der Schweiz jedoch erst ein weiteres Kinderhospiz, das Allani in Bern. Anders als in anderen europäischen Ländern gibt es in der Schweiz keine gesetzlichen Tarife für Hospize.
«Zürich will ein Kinderhospiz». Zürcher Oberländer. 7.02.2026
Ein versandter Brief der Spitex Region Frauenfeld sorgt online für Unverständnis. Es handelt sich um eine Einladung zum Informationsabend «Zuhause sterben – Wunschdenken oder möglich?». «Die Spitex Region Frauenfeld schickt solche Briefe an 90-jährige Menschen!», schreibt ein anonymes Mitglied in einem Beitrag auf Facebook von vergangener Woche. Der User veröffentlichte in der privaten Facebook-Gruppe «Du bisch vo Frauefeld, wenn…» das Foto einer schriftlichen Einladung der Spitex Region Frauenfeld zum Informationsabend, der Ende Februar stattfinden sollte. Gemäss der Ausschreibung beleuchtet der Anlass die Herausforderungen und die Realität des Wunsches, schwerkrank zuhause in Würde zu sterben. Der User schreibt weiter: «Ich finde das taktlos.» Auch in den Kommentarspalten wurde rege diskutiert: Über 30 Kommentare wurden zu diesem Post verfasst.
Wie Judith Schürmeyer, Geschäftsführerin Spitex Region Frauenfeld, auf Anfrage klarstellt, wurde die Einladung zum Informationsabend an alle Vereinsmitglieder verschickt, ohne ein Selektionskriterium und ohne besondere Ausrichtung auf vulnerable Personen. «Es handelt sich dabei um Personen aus unterschiedlichen Altersgruppen – sowohl Mitglieder, die noch im aktiven Berufsleben stehen, als auch ältere Personen», schreibt sie.
Dieses Thema betreffe Menschen jeden Alters, Fragen zur Vorsorge, Patientenverfügung oder zur Selbstbestimmung würden nicht erst im hohen Alter relevant werden: «Unser Anspruch ist es, eine offene Informationsplattform für alle interessierten Mitglieder anzubieten.» Dass der Brief auf Unverständnis gestossen ist, nimmt Schürmeyer ernst: «Unser Anliegen war es keinesfalls, jemanden zu verunsichern oder zu verletzen. Gleichzeitig sind wir davon überzeugt, dass eine offene und frühzeitige Auseinandersetzung mit existenziellen Fragen ein Ausdruck von Respekt und Selbstbestimmung ist.» Generell steige bei der Spitex der Informationsbedarf zum Thema «Zuhause sterben», sowohl bei Betroffenen als auch bei Angehörigen.
«Spitex-Brief sorgt für Unverständnis». Schweiz am Wochenende. 21.2.2026
Die mobilen Palliativpflegeteams mit spezialisierten Pflegefachpersonen rücken seit Anfang Jahr in Zürcher Pflegeheime aus. Das neue Angebot soll die Einrichtungen in komplexen palliativen Situationen vor Ort unterstützen und unerwünschte Spitaleinweisungen verhindern, wie die Gesundheitsdirektion mitteilt. Rund die Hälfte der Zürcher Gemeinden habe eine Leistungsvereinbarung abgeschlossen. Die mobilen Palliativpflegeteams mit ärztlichem Hintergrunddienst kamen bisher auch schon bei Patientinnen und Patienten zu Hause zum Einsatz. 2025 betreuten die Teams laut der Mitteilung rund 2700 Personen.
Weiter fördert der Kanton auch die spezialisierte Palliative Care für Kinder, Jugendliche und deren Familien. Dieses Angebot im Kinderspital Zürich unterstützt er künftig mit jährlich 100’000 Franken. Das Kinderspital begleitete letztes Jahr 245 Familien mit schwer kranken Kindern. Ausgebaut wird auch die Information rund um die Palliativpflege. Die neue Website von palliative zh+sh soll der Bevölkerung und Fachpersonen als Anlaufstelle für alle Fragen zum Thema dienen.
Der Ausbau des Palliativangebots beruht auf einer Strategie, die der Regierungsrat 2024 beschlossen hat. Mit ihr sollen bestehende Angebote weiterentwickelt und neue Strukturen aufgebaut werden. Ziel der Strategie sei es, dass die Menschen «selbstbestimmt bis ans Lebensende» ein würdevolles Leben hätten, wird Gesundheitsdirektorin Natalie Rickli (SVP) in der Medienmitteilung zitiert.
«Kanton Zürich baut palliative Pflege aus». Tages-Anzeiger. 28.2.2026
Der Kanton Solothurn will bei der Spitalseelsorge sparen. Um 700’000 Franken jährlich soll so das Budget ab 2027 entlastet werden. Bisher bezahlte der Kanton aus dem Globalbudget Gesundheit mit dem Betrag 42 Prozent der Spitalseelsorge, die Landeskirchen steuern 58 Prozent bei. Seit dem November ringen die Kirchen mit dem Gesundheitsamt um eine Lösung.
Nun bietet die Solothurner Spitäler AG (soH) an, jährlich einen Beitrag zu leisten. Genannt wird ein Betrag um 190’000 Franken, was die soH mit dem Hinweis auf die laufende Diskussion aber nicht bestätigt. Das Geld soll die Leistungen zugunsten des Gesundheitspersonals abdecken, etwa im Zusammenhang mit Palliative Care. Die Spitalseelsorge ist in die Weiterbildung der Assistenzärztinnen involviert und zudem Ansprechpartnerin für die Mitarbeitenden im Spital. Abgesehen davon sind die Seelsorger ins Team der ethischen Fallbesprechungen eingebunden. Dazu schreibt die soH: «In diesen Bereichen profitiert die soH von den Kompetenzen der Seelsorger. Diese Leistungen wollen wir auch entschädigen.»
Kürzlich sollen Gespräche zwischen den Landeskirchen, dem Gesundheitsamt und der soH stattgefunden hat. Peter Eberhard, Chef des Gesundheitsamts, sprach gegenüber Radio SRF von einem konstruktiven Gespräch. Weitere Informationen sollen im März folgen.
«Spitalseelsorge: Die Spitäler wollen mitzahlen». Oltener Tagblatt. 6.2.2026
Der Kanton Zug hat ein neues Palliative-Care-Konzept erarbeitet. Mit dem neuen Konzept soll das bestehende Angebot im Kanton Zug gefördert und weiterentwickelt werden. Ziel sei eine «umfassende, qualitativ hochwertige und zukunftsfähige Versorgung», heisst es. Bisher existierte im Kanton Zug kein entsprechendes Palliative-Care-Konzept. Angesichts der steigenden Lebenserwartung und immer häufiger auftretender Multimorbidität rechnet die Gesundheitsdirektion mit einem wachsenden Bedarf an Palliative Care. Deren Stärkung sei darum «essenziell». Zudem hätten verschiedene Institutionen und Verbände, darunter der Verein Palliativ Zug, den Wunsch nach einem umfassenden Konzept geäussert, nicht zuletzt, um eine Übersicht über die Versorgung zu schaffen.
Auf Anfrage schreibt die Gesundheitsdirektion: Es gebe in Zug schon «seit Jahren ein gelebtes Palliativ-Care-Konzept», welches allerdings nicht schriftlich festgehalten worden sei. Diesen Schritt habe man zum Anlass genommen, das Angebot «auf Vollständigkeit hin zu prüfen und Massnahmen für die Zukunft zu formulieren». Einen Schwerpunkt legt man dabei auf die Stärkung der ambulanten Palliativversorgung. Konkret soll etwa der aufsuchende Spitexdienst gestärkt werden, heisst es von Seiten der Gesundheitsdirektion. «Da immer mehr Personen so lange wie möglich zu Hause oder gegebenenfalls in einer Institution, in der sie bereits leben, bleiben wollen, soll die Hilfe zur Person kommen und nicht umgekehrt.»
«So soll sich in Zug die Palliativversorgung weiterentwickeln». Zuger Zeitung. 11.2.2026
Palliative Care gehöre für Hausärztinnen zur täglichen Arbeit, sagt Corinne Sydler, Präsidentin der Berner Haus- und Kinderärzte. Das Thema sei in der Bevölkerung aber noch zu wenig bekannt. Der Tod und das Sterben betreffen uns alle. Und dennoch vermeiden wir es, darüber zu sprechen. Darin sieht Corinne Sydler den Hauptgrund, dass Palliative Care, die umfassende Versorgung von Menschen mit unheilbaren Krankheiten, in der breiten Bevölkerung wenig bekannt ist. «Dafür müssten diese Themen gesamtgesellschaftlich vermehrt diskutiert und enttabuisiert werden», schreibt die Präsidentin des Vereins Berner Haus- und Kinderärzte auf Anfrage des «Bieler Tagblattes».
Hausärztinnen und Hausärzte begleiten und behandeln sehr viele chronisch kranke Menschen über längere Zeit, bei denen eine Heilung der Krankheit nicht mehr möglich ist. Im Vordergrund stehe, die Symptome möglichst gut im Griff halten zu können und die Situation zu stabilisieren, sagt Corinne Sydler. Ziel sei es, eine bestmögliche Lebensqualität trotz Krankheit zu erreichen. Die Begleitung von Menschen und ihrem engsten Umfeld in Sterbephasen gehört ebenso zum palliativen Behandlungsangebot von Hausärztinnen. Häufig sei der Übergang von einer heilenden in eine symptomorientierte, lindernde Behandlung fliessend. Palliative Care bedeutet gemäss Sydler im Idealfall, «dass man mit Patienten schon früh einen Plan A und Plan B vorbereitet und parallel verfolgt». Sie vergleicht dies mit einer Wanderung, für die man auch einen Schlechtwetterplan mit dazugehöriger Ausrüstung vorbereitet. Dazu gehöre, den Menschen ganzheitlich, also körperlich, psychisch, sozial und spirituell zu erfassen und zu unterstützen. Palliative Care werde hingegen in der Bevölkerung oft einzig mit der allerletzten Lebensphase in Verbindung gebracht, bedauert die Berner Hausärztin.
Für Patienten sind Sydler und ihre Kolleginnen und Kollegen oft die erste Ansprechperson für Palliative Care. «Weil wir sie und ihr engstes Umfeld im Idealfall schon länger kennen und eine Vertrauensbasis besteht.» Das werde zunehmend schwieriger. Denn immer mehr Patienten haben keinen Hausarzt mehr, weil sie wegen des Ärztemangels keinen finden. Das ist ein Problem. Denn dann fehlt die zentrale Person: Hausärztinnen sind gut vernetzt. Sie können Hilfesuchende an die entsprechenden Stellen weiterleiten, wo sie Beratung und Unterstützung bekommen: Spitex, Mobile Palliative Dienste, Palliativstationen in umliegenden Spitälern, Spezialärzte, die Krebsliga, Selbsthilfeorganisationen, Seelsorgerinnen, Angebote für Trauernde und mehr.
«Hausärztinnen und Hausärzte sind erste Ansprechperson». Bieler Tagblatt. 6.2.2026
Pflegeexperte Thomas Banfi und Palliativärztin Sylvie Quirici Haeny sind am Bieler Spitalzentrum zuständig für kranke Menschen, bei denen nicht die Heilung zentral ist, sondern Würde und Lebensqualität. In einem ausführlichen Interview mit dem «Bieler Tagblatt» sprechen sie über ihre Erfahrungen mit Palliativpatientinnen und -patienten. «Die meisten leiden an mehreren Krankheiten gleichzeitig. Häufig ist eine Krebserkrankung im Spiel oder andere chronische Krankheiten. Man nennt das in der Fachsprache Multimorbidität. Oft sind es betagte Menschen in ihrer letzten Lebensphase, manchmal aber auch jüngere», sagt Thomas Banfi. Die leitende Ärztin ergänzt, die Betroffenen hätten schwere, fortschreitende Erkrankungen und benötigten deshalb eine bio-psycho-soziale und spirituelle Behandlung, sprich: «eine Betreuung, die sowohl den Körper, das soziale Umfeld, die Psyche als auch die Seele umfasst. Sie leiden an komplexen Symptomen wie starken Schmerzen, Atemnot und Problemen mit der Verdauung. Es kann auch ein psychologisches oder existenzielles Leiden vorliegen.»
Die Journalistin spricht davon, dass Bundesrätin Elisabeth Baume-Schneider (SP) die Palliative Care kürzlich am nationalen Kongress in Biel so umschrieb: «Eine gute Palliative Care fragt nicht, wie lange ein Mensch noch lebt, sondern wie gut er bis zuletzt leben kann.» Das bringe es auf den Punkt, sagt Quirici Haeny. «Wir wissen heute, dass genaue Prognosen zur verbleibenden Lebensdauer kaum möglich sind. Und vor allem, dass es nicht das ist, was den Patientinnen und Patienten am meisten hilft. Was zählt ist, sich um ihre Lebensqualität zu kümmern. Das heisst: die Symptome zu lindern und das zu bewahren, was ihrem Leben Sinn gibt. Zum Beispiel – so weit möglich – Autonomie, Beziehungen und letzte Projekte, wie bescheiden diese auch immer sind. Bei Palliative Care geht es nicht darum, das Leben aufzugeben, sondern darum, ein möglichst angenehmes und würdiges Leben zu unterstützen – bis zum Lebensende. Palliative Care bietet eine zutiefst menschliche Begleitung.»
In weiteren Teilen des Interviews sprechen die beiden Fachpersonen mit der Journalistin über ambulante und stationäre Behandlung, über die Entwicklung der Palliative Care in den letzten 20 Jahren und was es mit den beiden Fachleuten macht, täglich mit dem Lebensende konfrontiert zu sein.
«Es geht nicht darum, das Leben aufzugeben». Bieler Tagblatt. 6.2.2026
Alle zwei Jahre wird der Schweizerische Palliative Care Preis von «Palliative Care und Organisationsethik» verliehen. Dieser würdigt Persönlichkeiten, die sich in herausragender Weise für eine flächendeckende, qualitativ hochwertige palliative Versorgung in der Schweiz einsetzen. In diesem Jahr geht die Auszeichnung an Andreas Weber.
Andreas Weber studierte Medizin in Zürich, absolvierte Praktika unter anderem in den USA und Kamerun und erwarb nach dem Staatsexamen die Facharztausbildung in Anästhesie und Reanimation in Genf und Chicago. Nach einer Oberarzttätigkeit am Universitätsspital Genf und Engagement als REGA-Rettungsarzt wechselte er 1996 in das Gesundheitsmanagement bei Helsana und war Mitbegründer verschiedener Ärztenetze in der Deutschschweiz. Seit 2008 ist er als leitender Palliativbelegarzt am GZO Spital Wetzikon und als Konsiliararzt der GZO Partner AG tätig, wo er schwerkranke Menschen zu Hause und in Pflegeheimen betreut.
2016 gründete Weber die Andreas Weber Stiftung, um Projekte in der Palliative Care zu fördern. Zudem engagiert er sich als Präsident des Verbandes der spezialisierten Palliative Care Teams des Kantons Zürich (SPaC) und als Dozent in Studien- und Lehrgängen zur Palliativmedizin. Mit seiner ärztlichen Tätigkeit und zahlreichen Vorträgen hat er die Sensibilisierung der Öffentlichkeit für Palliative Care in der Schweiz wesentlich geprägt. Die Preisverleihung findet am Freitag, 13. März, von 15 bis 17 Uhr im Volkshaus Zürich statt.
«Palliative Care Preis 2026 geht an Andreas Weber». Medinside. 3.2.2026
Wieder einmal durchschlafen, Essen serviert bekommen oder einfach Zeit füreinander haben: Das Kinderhospiz Flamingo in Fällanden zeigt sich nach der Eröffnung mit seinem Angebot zufrieden. Dass das Kinderhospiz in der Startphase noch nicht ausgelastet sein werde, sei den Verantwortlichen von Beginn an klar gewesen, sagt Kommunikationsbeauftragte Nicola Presti auf Anfrage. Um eine hohe Qualität zu erreichen, würden zu Beginn nicht alle Plätze auf einmal belegt. «So können wir uns mit unserer Einrichtung und den vielen neuen Prozessen vertraut machen», sagt Elisabeth Brenninkmeijer, Geschäftsführerin des Kinderhospizes. Bis jetzt zeige sich jedoch eine erfreuliche Entwicklung. Und die Zahl der Anfragen und der Interessierten wachse kontinuierlich.
Seit der Eröffnung am 6. Januar nahm das Kinderhospiz bereits fünf kranke Kinder mit ihren Familien auf. Die Familien blieben für bis zu 15 Tage und kamen aus den Kantonen Luzern, Schwyz und Zürich. In den ersten Wochen waren bis zu drei Familien gleichzeitig im Haus.
Platz hat es aktuell für bis zu fünf Kinder mit ihren Familien, im nächsten Jahr wird die Kapazität auf bis zu acht Familien ausgebaut. Trotz unterschiedlichen Diagnosen der Kinder seien die Familien rasch vertraut gewesen und hätten sich intensiv ausgetauscht, so Presti.
Die Kinder und Jugendlichen, die mit ihren Familien das Angebot des Kinderhospizes nutzen, leiden an lebensverkürzenden Krankheiten und werden das Erwachsenenalter meistens nicht mehr erleben. Der Grossteil der Kinder und Jugendlichen steht jedoch nicht kurz vor dem Tod, sondern ist in stabilem Zustand. Das Haus bietet zwar pädiatrische Palliativpflege. Im Vordergrund steht jedoch auch die Unterstützung der Bezugspersonen, die rund um die Uhr für die kranken Kinder da sind. Oft sind sie erschöpft oder stehen kurz vor einem Burn-out. Ziel ist es, diese Angehörigen zu entlasten.
«Kinderhospiz nimmt Betrieb langsam auf». Zürcher Oberländer. 12.2.2026
Im Spital Bülach hilft Labrador «Oriana» Patientinnen und Patienten, Stress und Ängste abzubauen. Sie bringt Trost und Normalität – und Begegnungen mit der Hündin beeinflussen auch Herzfrequenz und Blutdruck, wie das Spital Bülach mitteilt. Durch ihre ruhige und freundliche Präsenz schaffe sie eine besondere Atmosphäre. Oriana kommt auf Wunsch in der Palliativabteilung und auf der Intensivstation zum Einsatz. Letzteres ist in der Schweiz bisher nur im Kantonsspital Glarus und in Bülach möglich.
Der Hund kann die Stimmung aufhellen, Hoffnung schenken und die Motivation fördern, sich zu bewegen oder aktiv an therapeutischen Übungen teilzunehmen. Auch Angehörige würden profitieren: In emotional belastenden Situationen könne der Hund Trost und Entspannung bringen. Wichtig ist bei den Einsätzen die Hygiene. Oriana wird vor und nach jedem Besuch intensiv gereinigt und regelmässig tierärztlich untersucht. Auch die Sicherheit steht im Fokus. Das Sozialhundeteam ist speziell geschult. Die Hundeführerin und Oriana haben eine achtmonatige Ausbildung bei der Stiftung Schweizerische Blindenhunde in Allschwil BL absolviert. Hundeführerin Christina Bucher ist zudem diplomierte Pflegefachfrau.
Neu sind Hunde in Spitälern aber nicht. Schon seit 2019 ist Zwergpudel «Hero» im Spital Männedorf im Einsatz. Im Spital Zollikerberg wiederum beruhigte «Chico» schon damals die Patientinnen und Patienten der Palliativ- und Geriatriestation. Das Kantonsspital Winterthur bietet auf seiner Palliativabteilung Besuche von diversen Hunden an, wenn Patienten dies wünschen.
«Sozialhund Oriana beruhigt Patienten im Spital Bülach». Blick. 18.2.2026
Und diese Podcasts sind uns im Februar besonders aufgefallen:
« Wir hören zu » – der Podcast des Universitätsspitals Basel. In der aktuellen Folge sprechen die Podcaster mit Sandra Eckstein, Leiterin der Palliative Care am Universitätsspital Basel, über ein Thema, das uns früher oder später alle betrifft: das Lebensende.
Der Podcast von Palliaviva bietet gegenwärtig eine Reportage, bei welcher die Journalistin mit dem Palliativseelsorger Volker Schmitt unterwegs ist. Dieser ist katholischer Palliativseelsorger und holt die Menschen dort ab, wo sie in ihren Krankheitssituationen stehen. Er führt Gespräche über Religion, über Gott und die Welt, aber schlicht auch über Alltagsfragen.